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Netzneutralität und was sie uns angeht.

Heute morgen hab ich in der trnd-Zentrale nachgefragt, welches Thema denn die Kollegen gerade bewegt. Unser Grafiker Grohl hat kurzerhand das Stichwort Netzneutralität in den Raum geworfen.

Netzneutralität? Hm, geht uns das alle an? Ein Blick in die Wikipedia verrät: Netzneutralität bedeutet “[...] die neutrale Datenübertragung im Internet. [...] Datenpakete [werden] unverändert und gleichberechtigt übertragen”.

Bisher war ich davon ausgegangen, dass sich das so gehört. Doch aufgrund des steigenden Datenverkehrs hegen einige Provider bereits seit mehreren Jahren Pläne, eine Art Maut für bestimmte Inhalte einzuführen. Nur wer zahlt, könnte sich dann z.B. dieses Video über Netzneutralität ruckelfrei ansehen:

@ all: Würdet Ihr eine Gebühr zahlen, um z.B. Videos, Google-Maps-Karten oder Mails noch schneller durchs Netz zu befördern?

Produktklassiker in neuem Gewand.

Geht’s Euch auch so? Ihr sucht im Supermarkt, in der Drogerie oder im kleinen Tante-Emma-Laden nach einem bestimmten Produkt für den täglichen Bedarf, wie es so schön heißt. Doch vor dem Regal stehend, fühlt Ihr Euch nahezu geblendet von all den schrillen, grellen und bunten Verpackungen, die Euch mit leuchtenden Farben anschreien “Kauf mich”?

Was würde passieren, wenn Verpackungen solcher Alltagsprodukte deutlich zurückhaltender gestaltet wären? Die Designer von Antrepo haben es ausprobiert und echten Klassikern wie Nutella und Toffifee, Red Bull und Schweppes ein minimalitisches Outfit verpasst. Testweise, versteht sich. Die Produkte gibt es so nicht im Handel, aber die Ergebnisse sind schon verblüffend.

antrepo-minimal-design

Quelle: Antrepo auf flickr. Dort gibt es noch mehr Bilder.

Wie wirken die neuen Verpackungen auf Euch? Welche Produktverpackung würdet Ihr am liebsten einer Schlankheitskur unterziehen?

Wolfram Alpha.

Wolfram Alpha ist ein Zwischending zwischen Such-, Wissens- und Rechenmaschine. Anders als bei einer Suchmaschine (wie z.B. Google) ist Wolfram Alpha nicht dazu gedacht, Daten aus dem Internet zu sammeln, sondern komplexe Ergebnisse aus einer riesigen Menge an gesammeltem Wissen zu berechnen.

Die Benutzung ist nicht ganz trivial, am einfachsten wird es, wenn man sich ein paar Beispiele ansieht: Wenn man z.B. sein Geburtsdatum eingibt, rechnet Wolfram Alpha aus, an welchem Wochentag man geboren ist, wann damals Sonnenaufgang und -untergang war und wie viele Tage/Monate man alt ist.

Wenn man ein paar Früchte eingibt, dann berechnet Wolfram Alpha den gesamten Kalorien, Nährstoff und Vitamingehalt: ein Apfel, zwei Orangen und eine Banane.

Oder wollt Ihr die Entfernung zwischen San Francisco und Tokyo wissen? Oder das Wetter in München? Oder den Eiffelturm mit dem Colloseum und der Freiheitsstatue vergleichen?

Hier gibt’s ne ganze Menge an Beispielen. Interessant, oder?

“trnd New York” meldet sich zu Wort.

Natürlich haben wir kein Büro in den USA, und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Aber aus persönlichen Gründen habe ich derzeit die Möglichkeit, sechs Wochen hier in New York zu verbringen – genauer gesagt im Stadtteil Brooklyn. Das Schöne an der modernen digitalen Arbeitswelt ist ja, dass man sehr viel über das Internet machen kann – per Mail oder Skype bin ich hier genauso gut erreichbar wie in Deutschland. Und während ich in Deutschland viele Termine wahrnehmen muss, habe ich hier endlich mal die Gelegenheit, an einem Ort zu bleiben und ein paar Dinge mit mehr Ruhe zu machen. Und das ist ab und zu einfach dringend notwendig.

Am Samstagabend war ich bei einem Fundraising Event in Manhattan – einer Veranstaltung zum Wahlspendensammeln. Eine kleine Gruppe von Literaten und literarisch aktiven Leuten hatte sehr bekannte indische oder asiatische Autoren – unter ihnen Salman Rushdie – für einen Abend gewinnen können, um Spenden für den Wahlkampf von Barack Obama zu sammeln.

Die Autoren gaben kurze, zum Teil sehr unterhaltsame oder inspirierende Statements ab und lasen dann jeweils 10 bis 15 Minuten lang eigene oder fremde Texte. Manche dieser Texte hatten einen sehr direkten Zusammenhang mit dem Wahlkampf, andere konnten nur sehr entfernt damit in Verbindung gebracht werden. Überrascht hat mich einerseits die außerordentlich positive Stimmung bei der Veranstaltung – politisches Engagement hat hier nichts Verstaubtes oder Uncooles, sondern kann sehr cool und modern sein. Zum anderen natürlich auch, dass an dem Abend allein $ 50.000 gesammelt wurden. Und Veranstaltungen dieser Art gibt es viele.

Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass grade die demokratischen Anhänger von Obama und Joe Biden (der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten) derzeit extrem stark motiviert sind. Sie haben einerseits einen bemerkenswert eloquenten und charismatischen Präsidentschaftskandidaten. Und andererseits sind sie getrieben von der Sorge, dass im gegnerischen Team nicht nur ein recht alter Spitzenkandidat mit sehr viel geistiger Nähe zur Bush-Administration aufgestellt ist, sondern dass auch eine Frau auf das Vize-Amt hofft, an deren Kompetenz und Fähigkeit sehr viele Leute zweifeln. Was viele Leute stark beunruhigt, allein schon aufgrund der extrem schwierigen wirtschaftlichen Situation.

Aus meiner Sicht ist es jedenfalls sehr spannend, hier dabei zu sein und auch am 4. November die Wahlen live und vor Ort miterleben zu können.

So, während es in Deutschland jetzt nachmittags 16 Uhr ist, ist es hier an der Ostküste nun 10 Uhr, ich mache mir meinen zweiten Kaffee und muss mich dann mal weiter um E-Mails kümmern, bevor in Deutschland schon wieder Feierabend ist…

Google Earth als Forschungsplattform.

Auch wenn in den letzten Wochen verstärkt Bedenken gegenüber Googles Datensammlungswut aufgekommen sind: Ich bin immer wieder erstaunt, was uns Google alles ermöglicht. Google Earth zum Beispiel: Lange Zeit waren Satellitenaufnahmen der Erde nur dem Militär und privilegierten Forschern zugänglich. Dank Google Earth kann nun jeder von oben auf die Erde gucken. Und je mehr Leute gucken, desto mehr wird entdeckt (alte Crowdsourcing-Weisheit). Hier zwei beeindruckende Beispiele:

1. Kühe können Magnetfelder spüren.
Das haben Forscher vom Zoologischen Institut der Uni Essen herausgefunden. Per Google Earth hat das Forscherteam mehr als 8.500 Tiere in Amerika, Russland, Australien, Afrika und Asien “beobachtet”.

Das erstaunliche Ergebnis: Kühe richten sich beim Fressen und Schlafen wie Kompassnadeln in Nord-Süd-Richtung des Erd-Magnetfeldes aus, müssen also einen zusätzlichen Sinn haben, um Magnetfelder zu spüren. Ohne Google Earth wäre diese Erkenntnis nicht so einfach möglich gewesen.

2. Archäologen mit Remote-Arbeitsplatz.
Ein Team von Archäologen der australischen La Trobe University hat seinen Arbeitsplatz vom Wüstensand an den Computer mit Google Earth verlagert. Denn an manchen Regionen der Erde sind Ausgrabung einfach zu gefährlich, oder das zu erforschende Gebiet ist nicht zugänglich oder zu groß für eine Ausgrabung.

In Afghanistan hat das Team dabei die Wüstenregion Registan via Google Earth untersucht und dabei alte Dörfer, Befestigungsanlagen und Bewässerungssyteme entdeckt und kartografiert.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der setze bitte seinen Forscher-Hut auf (den mit der Lampe dran) und dann ab zu Google Earth.

Quellen und Links:
Die ZEIT: Kühe im Magnetfeld.
Economist: Armchair archaeology
La Trobe University, Melbourne, Australien

Manta Verschwörung?

Wer weiß hierzu mehr?

Interessante Sache, auf jeden Fall…

Here comes another Bubble.

Haben wir nun ne Web 2.0 Blase oder nicht?

Von der Weißware zur Buntwäsche.

Die Produktgruppe Waschmaschine, Spülmaschine, etc. nennt sich Weißware. Im Gegensatz zur Braunware (Fernseher, Rasierapparat, Fön) ist die Weißware dazu verdonnert, stets in langweiligem Weiß daherzukommen. Eine Waschmaschine ist eine Waschmaschine, ist eine Waschmaschine.

Dass man mit geschickter Farbgebung ungewöhnlich großen Erfolg haben kann, zeigt uns immer wieder Herr Jobs von Apple. Bis kurz vor seinem Wiedereintritt in die Applemosphäre versuchten seine Vorgänger (wie auch alle anderen Computerhersteller) Grauware mit möglichst großem Prozessor zu verkaufen:

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Bis der iMac kam: die (einfache) Idee der Buntware hatte Apple vor dem drohenden Niedergang gerettet:

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Und nun zurück zur Waschmaschine: von Samsung gibt’s jetzt ein Modell mit Goldbeschichtung und aufgepappten Diamanten:

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Nicht wirklich der Weisheit letzter Schluss, aber immerhin ein erster Schritt aus dem Elend der Weißware. Oder?

[Waschdings via Cherryflava, einen 840AV hatte ich selbst mal und einen iMac natürlich auch].

“One Laptop per Child”-Projekt.

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Ein Leben ohne Computer ist für uns wohl kaum vorstellbar, trotzdem haben die meisten Menschen auf dieser Welt in ihrem Leben nie selbst auf einer Tastatur getippt geschweige denn jemals ihr Foto in einem Bildschirm gesehen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, haben Forscher des amerikanischen Forschungsinstituts MIT schon vor längerer Zeit das One Laptop per Child-Projekt auf der CES in Las Vegas vorgestellt.

BilderSchnippSchnapp.

Neuer Online-Service: bei mypictr.com kann man ratzfatz seine Bilder zurechtschnippeln, die man immer so für OpXinBC et al. braucht. Praktisch!

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