Interview: Gretchenfrage

trndtunes Interview Wochen,im Finale, dieses mal Nummer 9 in umgekehrter Reihenfolge der aktuellen trndtunes 3.1: Gretchenfrage aus Österreich.

Bitte erzählt mal kurz die Band-History. Wie kam es zu der Band? Wie zum Bandnamen? Was hat die Band bisher erlebt/veröffentlicht/etc.?

Die Band gibt es seit 2005, als nach der Auflösung der Band „Ein grüner Feuerlöscher mit Hang zur Kontroverse“ Stefan (git) und Peter (voc) weiterhin Musik machen wollten. Die Richtung „Deutscher Gitarrenrock“ stand relativ schnell fest also mussten nur mehr die restlichen Bandmitglieder gefunden werden. Patrick (bass) der schon mit Stefan bei den Schäferischen Kiwara (ebenfalls aufgelöst) spielte war sofort dabei, am Schlagzeug wurde Ulrich Mayer tätig. Somit konnte die Band mit den ersten Proben und dem basteln erster Stücke beginnen. Nach einigen Auftritten beschloss man, dass noch etwas fehlte und so stieß im Winter 2005 noch Chri (key) dazu. Es wurden mehrere Auftritte und Bandcontests absolviert und die Band sammelte einiges an Erfahrung. Unglücklicherweise beschloss Ulrich für mehrere Monate ins Ausland zu gehen und um den Fortbestand der Band zu sichern wurde der ehemalige Schlagzeuger der „Schäferischen Kiwara“ Stefan K. in die Band aufgenommen. Die derzeitigen Höhepunkte der Gretchenfrage waren sicher die Demo-Aufnahmen am 30. und 31. Dezember 2006 und der Gewinn des größten Bandwettbewerbs in St. Pölten dem „Melting Pot“, welches die Band als Hauptact bestritt. Der Name Gretchenfrage, hat nichts mit der eigentlichen Bedeutung aus Goethes Faust zu tun, denn Sänger Peter hörte in einer Radiosendung den Moderator über die Gretchenfrage diskutieren und beschloss diese als Bandnamen zu übernehmen (auch als Hinweis auf die deutschen Texte)

Gretchenfrage sind:
Peter Negl (voc),
Stefan Grohs (git),
Patrick Birkfellner (bass),
Chri Endl (key),
Stefan Kassecker (drm)
Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben? Was ist das Besondere daran?

Im Großen und Ganzen kann man unsere Musik grob als „Deutschrock“ einordnen, da ja Gitarrenmusik mit deutschen Texten geboten wird. Das besondere daran ist jedoch, dass wir uns nicht auf die Richtung konzentrieren. Nahezu jedes Lied ist aus einem anderem Gerne „geborgt“, egal ob Punk, Pop, Balladen oder ein bisschen Funk.
Unsere Texte handeln außerdem nicht über die üblichen Themen, sonder mal von Goldenen Jungen, einer Lagebesprechung oder über Purpur und Gold.

Seid Ihr ein Studioprojekt, oder kann man Euch auch mal live sehen? Wenn live: wo und wann gibts Gigs?

Gigs gibt es jede Menge die 3 aktuellsten sind u.a.
12. April in Rabenstein
30. Mai in St. Pölten im Batcave
25. Juni in Krems im Avalon
weitere Gigs werden natürlich immer auf unserer Hompage bekannt gegeben

Wie seid Ihr darauf gekommen Eure Musik unter Creative Commons zu veröffentlichen?

Die Creative Commons Lizenz hilft uns unsere Musik einem breiten Publikum näher zu bringen, das uns ansonsten verwährt bleibt. In Zeiten in denen Bands über Myspace Berühmtheit erlagen erfordern solche Maßnahmen und man kann sie nur begrüßen.

Creative Commons ist eine feine Sache, aber zum Geld verdienen für Bands nicht geeignet. Wie löst Ihr dieses Problem? Gibts CDs von Euch, die man kaufen kann?

Es gibt die Möglichkeit über unsere Internetseite Demo-CD’s (2. Auflage) zu erstehen, ansonsten verdienen wir unser Geld wie jede andere Band auch durch unsere Auftritte und Gimmick-Verkauf.

Band besteht seit: 2005
Heimatland der Band: Österreich
Erscheinungsjahr: 2006
Bandhomepage: Gretchenfrage
Label/Netlabel: none
Welche Bedeutung haben die grossen Plattenfirmen im Zeitalter des Internet? Braucht man die überhaupt noch? Ist ein Netlabel besser? Was ist beim Netlabel besser?

Große Plattenfirmen haben auch im Zeitalter des Internets noch eine große Bedeutung, da physische Tonträger nicht aussterben werden, es gibt noch genug Leute die mit einer Datei nichts anfangen können, weil man sie nicht in Regal stellen kann. Sie werden jedoch an die Netlabels gewöhnen müssen, die durch die Creative Commons Lizenz jungen Bands eine Plattform bieten. Dies können sie jedoch als art „Talentschmiede“ sehen und neue Band beobachten, wenn sie gewillt sind zu kooperieren.

trnd beschäftigt sich mit trends - ein Trend sind natürlich Netlabels und Musik unter Creative Commons. Was sind für Euch weitere wichtige Trends?

Die Eigenvermarktung von Musik wie zum Beispiel von Radiohead, wird sicher vermehrt zunehmen. Man hat gesehen das es funktioniert und das Album ist später dann doch auf CD erschienen.

Was kann man in nächster Zeit von Euch erwarten? Wie sieht die Zukunft aus?

Wir werden uns wieder verstärkt ans Songwirting machen, um unsere Fans laufen mit neuem Material zu erfreuen, fleißig uns den Arsch abspielen um schlussendlich unser Album aufzunehmen und es in die Welt hinaustragen.

Wollt Ihr den trnd-Lesern sonst noch etwas mitteilen?

Keine Frage – Gretchenfrage ;)

Vielen Dank für das Interview :D

Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

10.07.08 - 10:06 Uhr
von barciella

Interessant :D

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