Interview: Lurid Lure
trndtunes Interview Wochen, dieses mal Nummer 7 in umgekehrter Reihenfolge der aktuellen trndtunes 3.1: Lurid Lure aus Österreich.

Wir spielten wie fast alle Bands zuerst im Musiksaal der Schule zusammen, und beschlossen, das auch weiterhin zu tun. Daraus hat sich dann Lurid Lure entwickelt. Die erste große Chance bekamen wir, als es darum ging, den Film eines Schulprojektes zu vertonen, das war unser erstes Mal in einem Studio. Das gute Feedback motivierte uns, ein erstes Konzert zu geben und bald standen wir vor 200 Leuten! Natürlich ist es am Anfang alles andere als leicht und es gibt genug Fallen, die einem die Konzerte sehr mühsam erscheinen lassen.
Schwierig ist auch der ständige Wechsel an Bandmitgliedern, da die meisten nicht zuhause studieren oder wegziehen. Das gute daran ist, dass die „Neuen“ dann meistens mehr Enthusiasmus und Können mitbringen.
Wolfgang Philipp (guitar, vocals), Philipp Witsch (drums)
Das besondere an Lurid Lure ist sicherlich die Bandbreite und die Melodien. „Automatic“ ist ein Lied in eine komplett neue Richtung, es ist überhaupt erst das zweite Lied mit Klavier. Unsere Lieder zielen auf Hörbarkeit und Wiedererkennung ab, und sollen aber trotzdem einen gewissen Tiefgang haben.
Livekonzerte gibt es erst wieder ab Herbst/Winter 2008.
Durch euch.
Um CDs zu verkaufen, muss zuerst eine für mehrere tausend Euro aufgenommen werden. Die Frage ist, wie viel Geld man mit CDs in Eigenregie überhaupt verdienen kann, wenn kaum jemand bereit ist, zehn Euro für die CD einer Band, deren Lieder nicht bekannt sind, auszugeben. 100 verkaufte CDs sind da viel zu wenig.
Wir sehen MySpace & Co als eine Chance, auf uns aufmerksam zu machen, ein Label zu finden, Konzerte zu bekommen und um vor allem viele Fans zu finden. Irgendwann wird dann endlich unser erstes Album erscheinen.
Heimatland der Band: Österreich
Erscheinungsjahr: 2006
Bandhomepage: LURID LURE
Label/Netlabel: none
Für unbekannte, unsignierte Bands haben große Plattenfirmen keine Bedeutung, es sei denn, man zählt zu der handvoll Bands, die jährlich von den Superlabels aus dem Nichts hochgehypt werden. Wenn ihr unter Netlabels kleine, unbekannte Labels meint, die ausschließlich die Musik über mp3-Downloads „verkaufen“, dann haben die noch weniger Bedeutung, weil die kaum mehr können, als die Bands selbst.
Die Selbstvermarktung unbekannter Bands. Wenn man heute nicht beim ersten Konzert entdeckt wird, muss man eben selbst schauen, wie man weiterkommt. Wir schreiben nicht nur die Lieder und spielen die Konzerte, sondern haben auch die Website selbst programmiert und beinahe alle Lieder selbst aufgenommen und produziert. Wir organisieren und promoten auch die meisten Konzerte selbst.
Unser erstes Album.
Live-Konzerte guter Bands im kleineren Rahmen haben eine exklusive Atmosphäre, die Robbie Williams vor 100000 Leuten nicht bieten kann. Die Rolling Stones spielen ja auch lieber in kleinen Clubs, allerdings nicht für fünf Euro.
