Interview: Beitegeuze

Nun geht es los mit den Interviews der Bands unserer aktuellen trndtunes 3.0: Beitegeuze aus Österreich.

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Bitte erzählt mal kurz die Band-History. Wie kam es zu der Band? Wie zum Bandnamen? Was hat die Band bisher erlebt/veröffentlicht/etc.?

Das Projekt Beitegeuze existiert seit 1992, zuvor habe ich Musik mit einem Tracker und einem 8bit/11khz Samplermodul gemacht, diese Stücke fanden dann ihren platz in Commodore Amiga500 Demos.
Veröffentlicht würden bisher nur wenige Stücke auf zwei Alben bzw. Netreleases auf Laridae.
Für 2008 ist ein weiteres Album geplant, dieses wird es dann auch als Netrelease zum Gratisdownload geben, auf welchem Netlabel ist noch unbekannt.

Beitegeuze sind:
Beitegeuz
Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben? Was ist das Besondere daran?

Meine Musik sollte meine Persönlichkeit widerspiegeln, und daher kein Abklatsch von irgendetwas bereits existierendem sein. Beschreiben würde ich meiner Musik als gefühlvoll, wärmend, als die Universalsprache, die Musik eigentlich sein sollte.

Seid Ihr ein Studioprojekt, oder kann man Euch auch mal live sehen? Wenn live: wo und wann gibts Gigs?

Die Musik von Beitegeuze ist ein reines Studioprojekt. Liveauftritte sind daher nicht geplant.

Wie seid Ihr darauf gekommen Eure Musik unter Creative Commons zu veröffentlichen?

Es ist die einfachste Möglichkeit unter gewissen Richtlinien, „geistiges Eigentum“ international zu vertreiben. Es gibt keine Hürden wie man sie z.b. bei Labels, vertrieben oder Kapitaleintreibenden Organisationen auferlegt bekommt.

Creative Commons ist eine feine Sache, aber zum Geld verdienen für Bands nicht geeignet. Wie löst Ihr dieses Problem? Gibts CDs von Euch, die man kaufen kann?

„Keep your dayjob“ und erhalte damit deine künstlerische Freiheit. Es ist oft schwierig zum 40 Stunden Job und Privatleben noch zeit für Musik zu finden, aber es funktioniert. Hardware Releases auf Cd oder Vinyl wären natürlich toll, würden mir aber bei weitem nicht so viele Hörer bringen. Und genau das gefällt mir an Netreleases, da die Leute da draußen im world wide web leichter Kontakt zu meiner Musik durch foren, blogs, rss, usw. bekommen. eine käuflich erwerbbare Cd würde ich als nobody wohl kaum an die Hörer bringen.

Band besteht seit: 1992
Heimatland der Band: Österreich
Erscheinungsjahr: 2006
Bandhomepage: Beitegeuze
Label/Netlabel: Laridae
Welche Bedeutung haben die grossen Plattenfirmen im Zeitalter des Internet? Braucht man die überhaupt noch? Ist ein Netlabel besser? Was ist beim Netlabel besser?

Ein klares JEIN, als Musikliebhaber und Sammler halte ich gerne ein hardware release in meinen Händen.
Aber ein unkompliziertes Format wie ein mp3 file ist klar im Vorteil um damit zu werben oder es zu vertreiben. Die Zukunft und spürbar die Gegenwart bevorzugt einen Vertrieb per web und somit ein ganz klares plus für netlabels. Plattenfirmen sind da zu langsam, hinken Trends hinterher,sind für neues zu wenig offen und wenn sie daran interessiert sind, ist es oft schon zu spät bzw. haben vor allem angst um ihre Investitionen. Wer da nicht mit der zeit geht, geht mit der zeit.

trnd beschäftigt sich mit trends - ein Trend sind natürlich Netlabels und Musik unter Creative Commons. Was sind für Euch weitere wichtige Trends?

an Trends halte ich mich nicht, denn wenn eine Trendphase gerade in aller Munde ist, ist er auch schon wieder kein Trend mehr. Trends haben ein kurzes Haltbarkeitsdatum, und daher sollte man sich nicht allzusehr daran versteifen.

Was kann man in nächster Zeit von Euch erwarten? Wie sieht die Zukunft aus?

Wie schon gesagt, für 2008 plane ich einen weiteren netrelease, ein Album, das den Namen „Concorde“ bekommen soll.

Wollt Ihr den trnd-Lesern sonst noch etwas mitteilen?

RIDE THE WAVE, die perfekte welle gibt es nur einmal, man sollte sie daher nicht verpassen.

Vielen Dank für das Interview :D

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