trndometr-Ergebnis: Das deutsche Schulsystem.

Vielen Dank an die 1.883 trnd-Partner, die an unserem letzten trndometr zum Thema “Das deutsche Schulsystem” teil genommen haben! :-)

Es hat sich gezeigt, dass trotz der Ergebnisse der PISA-Studie 79% der teilnehmenden trnd-Partner der Meinung sind, dass man unabhängig der sozialen Herkunft einen guten Schulabschluss erreichen kann.

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Hier erfahrt Ihr die restlichen Ergebnisse!

Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

26.02.08 - 18:15 Uhr
von trytofly

also, dass man einen guten abschluss idr aus eigener kraft schaffen kann, ist zwar ein schöner gedanken, aber nach meiner erfahrung - ich unterrichte an einer gesammtschule - weltfremd
bei kindern, bei denen der umgang mit sprache vollkommen vernachlässigt wurden, die noch nie eine bibliothek von innen gesehen haben, die noch nie im theater waren, zuhause keine bücher haben, keine zeitung zu gesicht bekommen und mit denen kaum gesprochen wird, und schon gar nicht deutsch, ist es schwer, aus eigener kraft noch einen guten abschluss zu machen. bildung ist hier leider häufig von sozialen faktoren beeinflusst.
dazu kommt, dass es in der hauptschule - wie gesagt, ich habe den direkten vergleich jeden tag - wesentlich weniger eltern gibt, die sich um ihre kinder kümmern, die bei elternsprechtagen da sind, die neue hefte kaufen, wenn die alten voll sind, ihren kindern ein pausenbrot mitgeben…

natürlich ist das alles nicht in jedem fall so, es gibt ausnahmen usw., aber im allgemienen trifft das doch - leider! - zu, auch wenn ich das vor dem antritt meines jobs auch nicht recht glauben wollte.

26.02.08 - 19:13 Uhr
von oliver

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass zu meiner Schulzeit Schüler aus schwierigen sozialen Verhältnissen aus “eigener” Kraft weiter gekommen wären. Nicht nur die Eltern, auch die affirmative Kraft der Lehrermeinung war eine unüberwindbare Hürde.

Dabei ging es nicht mal nur um Deutschkenntnisse oder soziale Kompetenz. Wer einen Stempel drauf hatte, weil er bekanntlich aus “schlechtem Hause” stammte, konnte machen, was er wollte - er/sie wurde den Makel nicht los. Die armen hatten höchstens einen Freifahrtschein für die Hauptschule.

Wer’s dann trotzdem aufs Gymnasium geschafft hatte, für den wars dann auch nicht besser. In das Gymnasium, in dem ich war, wurden Schüler, deren Eltern aus der Türkei oder anderen “fernen Ländern” kamen, sowieso kaum angemeldet… ich nehme an, die haben sich die Chancen vorher ausgerechnet.

Was die Chancen von Schülern heute angeht, so ist die Situation wohl substanziell schlechter gewordet, wenn man den Berichten glauben darf.

Wie also kommt also so ein Umfrageergebnis zustande? Zweckoptimismus, oder Frage nicht verstanden?

PS: Ich kann das aus eigener Kraft nicht beantworten ;)

26.02.08 - 19:39 Uhr
von chesterrat

Ein Problem unsere Gesellschaft ist wohl, was Eltern ihren Kinder heute als erstrebenswert vorleben. In einer Zeit, in der bereits die 4. Generation einer Familie von Sozialhilfe bzw. Harzt 4 lebt und Eltern mehr Interesse an ihrem Fernseher haben als an ihren Kinder, ist es wohl schwer Sinn im Lernen zu entdecken.Ich denke, bevor die Schule für schlechte Leistungen zur Verantwortung gezogen werden sollte, sollten sich Eltern fragen, ob nicht sie Grund dafür sind. Geben sie ihren Kindern Halt, halten sie sie zum Lernen an, unterstützen sie ihre Kinder, suchen sie Hilfe, wenn Dinge aus dem Ruder Laufen????
Wenn man wirklich den Willen hat, dass die eigenen Kinder es mal besser machen als man selbst, sollte man ihnen jede Unterstützung geben die möglich ist. Und das hat nicht immer nur mit Geld zu tun!
Ich weiß, wovon ich rede. Ich bin allein erziehend, halte uns mit zwei Jobs über Wasser und mein Sohn geht in die 11. Klasse eines beruflichen Gymnasiums. Es ist unsere Verantwortung als Eltern, aus unseren Kindern wertvolle Menschen zu machen. Würden sich Eltern das vor Augen führen und danach handeln, würden viele Kinder in der Lage aus eigener Kraft vorwärts zu kommen.

28.02.08 - 21:31 Uhr
von Muri05

Aus eigenem Antrieb ist sicher für viele theoretisch möglich. Nur ist einem Menschen von sagen wir 14 Jahren einfach noch nicht klar wie wichtig ein guter Schulabschluss ist.
Meine Eltern sagten mir auch immer “Du lernst nicht für die Lehrer sondern für Dich.”
Diesen weisen Satz habe ich mir auch erst zu Herzen genommen als es fast zu spät war.

03.03.08 - 20:24 Uhr
von LittleAnnie

Im deutschen Schulsystem muss wohl noch so einiges überarbeitet werden und es wird wohl noch Jahre (oder Jahrzehnte?) dauern bis wirklich alles tiptop ist. Wenn es dem Kind dort nicht gefällt oder es nicht richtig gefördert wird (bei uns z. B. mussten wir immer viele Antworten ablesen, da kommt man sich ja auch ziemlich dumm vor, besser wäre doch die Schüler müssten sich mal selber Gedanken machen) verliert es die Lust überhaupt noch einen höheren Abschluss zu wollen. Im Nachhinein hätt ich auch gerne Abitur gemacht, zumal ich mich in der Realschule mit Wahlpflichtkurs Französisch schon darauf vorbereitet hatte. Meine Tochter möchte ich, wenn sie gut mitkommt in der Schule, gleich aufs Gymnasium schicken. So hat sie vielleicht bessere Chancen in der Berufswelt.

10.03.08 - 12:32 Uhr
von giftzwergberlin

die lehrer sind doch oft sehr gleichgültig. da brauch man sich nicht wundern, dass die schüler auch so sind. in mathe wirds nur 1x erklrt, und dann heißts, pech gehabt. also mathe erkläre ich meiner tochter dann regelmäßig zu hause, weils in der schule einfach nicht reicht. der lehrer verteilt dann aufgaben und ist den rest der stunde verschwunden. nachfragen geht also nicht.
es fällt auch viel zu viel aus. heute udn morgen ist schulfrei weil die abiklassen prüfungen schreiben.
mal ehrlich ,sowas gabs in meiner schulzeit nicht.

10.03.08 - 20:53 Uhr
von barciella

Ja glaube ich, man muss nur den nötigen Ergeiz und vielleicht auch Unterstützung von Freunden und Famiele bekommen.Ich kann dies nur aus eigener Erfahrung berichten, denn ich habe in der 7 Klasse ein völliges Blackout bekommenm, habe mich dramatisch verschlechtert. Doch irgendwie habe ich es geschafft (vorallem durch Unterstützung, meinen Realschulabschluss zu machen und 2008 mein Abitur anzufangen. Die Lehrer hatten mich damals schon aufgegeben, doch ich wusste das mehr in mir steckt.

SO UND DESWEGEN TRIFFT MICH NUR DAS ERSTE ZU..

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