trndometr - Das deutsche Schulsystem.

Welche Schulform ist für unsere Kinder am besten? Wie und vor allem wo erhalten sie die bestmöglichste Bildung? Funktioniert das deutsche Schulsystem überhaupt?

Dieses Mal würden wir gerne in ein paar kurzen Fragen Eure Meinung zum Thema Bildung und deutsches Schulsystem erfahren. :-)

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Es wäre klasse, wenn Du uns hier ein paar Fragen dazu beantworten würdest!

Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

19.02.08 - 17:13 Uhr
von voerdus

Ich fand die Umfrage diesmal viel zu Kurz und die Antwortmöglichkeiten/Fragen Suboptimal.

19.02.08 - 17:22 Uhr
von Ziegenbock

Ich finde gut, dass es so eine Umfrage gibt. Doch sollte sie genauer sein. In der Schule (ich bin der 13 auf einem Gymnasium) wird viel über diese Dinge geredet. Gerade im Pädagogikunterricht werden alternative Schule durchgenommen, weil sie Teil des Lehrplans sind.
WIe wäre es denn mal mit einer Umfrage zum Zentralabitur? Oder was diese Kopfnoten überhaupt bringen. Ich könnte über dieses Thema ewig schreiben. Aber ich reiße nur einmal kurz an, was ich darüber denke:
Zentralabitur ist absoluter Schwachsinn, da nur die eigentlichen Abiturklausuren zentral sind. Alle Vorzensuren werden von den einzelnen Schule individuelle gegeben. Falls nun ein Schüler von seiner Zensur abweicht in der Abiklausur, kommt er in die Nachprüfung. In dieser werden wieder individuelle Noten vergeben. Letzendlich bekommt man dann doch wieder individuell gegebene Noten. Bei uns in der Stadt ist es so, dass sich die Noten von Gymnasium und Gesamtschule stark unterscheiden. Aber weil es ja Zentralabitur ist, sind alle gleichberechtigt, wenn es um AUsbildungsplatz- /Studienplatzvergabe geht. Das finde ich absolut nicht fair.
Kopfnoten sind auch schwachsinnig, da jede Schule es individuell verteilt. Die eine Schule verteilt grundsätzlich nur sehr gut und gut. Andere Schulen hingegen halten es sehr streng damit. Bei uns an der Schule hatte man das Gefühl, die Noten seien gewürfelt und nicht demokratisch abgestimmt und auf die Schüler passend ausgewählt worden. Da hat ein Schüler der absolut faul ist und nichts macht nur sehr gut auf einem Zeugnis stehen, andere die sich alle Vorgaben erfüllen haben nur gut auf ihrem Zeugnis stehen. Wie kann sowas passieren?

Was den Ganztagsunterricht betrifft, man sollte stärker differenzieren zwischen sozial benachteiligten Kindern und “normalen” Kindern. Für “normale Kinder” ist Ganztagsunterricht absolut schwachsinnig. Für sozial benachteiligte Kinder sicherlich sinnvóll. Doch man sollte sich ernsthaft fragen, inwiefern der Staat die Defizite im Elternhaus (z.B. unzulängliche Deutschkenntnisse der Eltern und somit kein ausreichendes Sprachkenntnisse der Kinder)ausgleichen kann und sollte. Und was man außerdem bedenken sollte, sozial benachteiligte Kinder sollten sich nicht als solche fühlen.

Ich bin gespannt auf die Meinungen der anderen.

19.02.08 - 17:24 Uhr
von Ziegenbock

Oh nein, da sind ein paar Fehler drin. Tut mir leid. Hab nicht mehr “Korrektur gelesen” vor dem Absenden!

19.02.08 - 18:16 Uhr
von voerdus

“Zentralabitur ist absoluter Schwachsinn, da nur die eigentlichen Abiturklausuren zentral sind. Alle Vorzensuren werden von den einzelnen Schule individuelle gegeben.”

Bin im moment am Gymnasium in der 12ten und wir haben Zentralabitur.
Ich kann nur sagen ich unterstütze Zentral gestellte Abituraufgaben.
Die Problematik die du Ansprichst das die Vorzensuren welche (bei uns jedenfalls) für den Schlussendlichen Abischnitt mitentscheident sind individuell gegeben sind empfinde ich als einen der größten Fehler des Schulsystems.
Wenn es nach mir ginge sollten alle Abiturrelevanten schriftlichen Prüfungen zentral gestellt werden. Den am Ende entscheidet an der Universität leider zuoft eben nur der erreichte Schnitt egal in welchem Prüfungssystem dieser Erreicht worden ist.
Eine komplett Zentralisierung des Abiturs würde daher für einen Bewertungsstandart sorgen welcher Transparenter wäre als der jetzige.
Die Problematik nicht Zentralgestellter Prüfungen lässt sich schon innerhalb einer Schule erkennen.
Als aktuelles Beispiel möchte ich den Katholsichen Religionsunterricht an unserer Schule anbringen.
Wir haben 2 Grundkurse in dieser Fachrichtung mit jeweils verschiedenen Lehrern in der letzten Klausur hatte der eine Grundkurs nun einen Schnitt von 13,9 Punkten, die schlechteste Arbeit wurde mit 10 Punkten bewertet.
Der andere GK hatte einen Schnitt von 7,9 Punkten mit etlichen Schülern unter 5 Punkten.
Solche unterschiede sind allein durch das Leistungsniveau kaum zu erklären und lassens ich meist recht eindeutig auf die betreffenden Lehrkräfte zurückführen.
Zentrale Prüfungen würden hier zu mehr Transparenz und Komparibilität führen.

Ganztagsunterricht halte ich persönlich in den niedriegeren Klassenstufen für destruktiv was die Entwicklung der Kinder angeht.
Wenn ich mir an unsere Schule einige G8 Schüler ansehe welche teilweise bis um 5 Uhr Schule haben (als Fahrschüler zudem noch 1-2h Busfahrt),und dennen dann vorgeworfen wird sie würden daheim nicht Genug für die Schule tun (einige Leherer fordern 3 Stunden täglich), frage ich mich ob so mancher die Realität vollkommen aus dem Blickfeld verloren hat.
Oft wird übersehen das ein Jugendlicher nicht ausschliesslich in der Schule fürs Leben “lernt” sondern seine Freizeitaktivitäten einen gewaltigen Beitrag auf seine Persönlichkeitsentwicklung haben.
Soziale Interaktion, freiwilliges Engagement und Lebenserfahrung, wird in den Schulen nunmal nur unzureichend vermittelt.

19.02.08 - 19:42 Uhr
von sandmann82

Auch wenn ich mir dabei einige böse Blicke zuziehen werde, aber auch eine Zentralabi kann grundlegende Rechtschreibprobleme nicht verhindern oder aber fördern :-P Nicht böse gemeint, aber bevor man einen langen Text abschickt, sollte man ihn schon noch einmal kontrollieren…

Meine Meinung:
Zentralabi sicherlich kritisch, da das Leistungsniveau von Schule zu Schule stark varriert. Was nicht nur mit den Lehrern zusammenhängt - auch wenn das viele immer behaupten. Der Lehrer kann nur versuchen das Beste aus den Schülern rauszuholen - und das unterscheidet sich nun mal stark - bezogen auch auf die demografischen Aspekte im Umkreis der Schule.

Kopfnoten dagegen finde ich sehr sinnvoll. Denn meiner Meinung nach sagen diese sehr viel über die soziale Kompetenz einer Person aus. Und da kann man noch so gut sein - wenn man sozial nichts auf dem Kasten hat, bringt das einem Unternehmen recht wenig. Und dass diese Kopfnoten sich ebenfalls stark unterscheiden ist auch klar, z.T. auch aus den oben schon genannten Gründen…
Letztendlich ist doch jeder seines eigenen Glückes Schmied. Und klar - die Schuld auf die Lehrer zu schieben ist immer am einfachsten..

Und falls ich Fehler drin haben sollte.. ;-) Nobody is perfect…zumindest sind es nicht viele ..

19.02.08 - 20:53 Uhr
von voerdus

Gerade weil das Leistungsniveau schwankt befürworte ich ein Zentrales Abitur, den wenn die Schule vor Ort ihre Prüfungen an das niedrigere Leistungsniveau ihrer Schüler anpasst ist ein objektiver Leistungsvergleich der Absolventen verschiedener Schulen nicht mehr möglich und benachteiligt Schüler mit besseren Leistungen.

19.02.08 - 21:06 Uhr
von Lohnsteuerkarte

Man hätte bei der Umfrage noch ein wenig mehr auf die eigene Meinung eingehen können.
Bei den meisten Fragen hätte ich sehr gerne noch eine kurze Begründung geschrieben und meine Einstellung erläutert. Es ist zwar schwerer für euch eine Auswertung zu erstellen, aber bei den jetztigen Antwortmöglichkeiten ist die Aussage der Auswertung deutlich von den gegebenen Ankreuzmöglichkeiten gesteuert worden.
Das System der Gesamtschule hätte ich zumindest nur ungerne bewertet, weil ich in meinem Leben nichtmal ansatzweise damit in Kontakt gekommen bin.
schönen abend noch
gruß lohni

19.02.08 - 21:08 Uhr
von eviii

Also wir haben erst gestern im Deutschunterricht darrüber geredet, dass definitiv keine “Gleichberechtigung” für die Schüler besteht.
Meine Deutschlehrerin zB hat uns von ihrer Nachbarin erzählt, die zwar an sich deutsch ist und auch keine ausländischen Wurzeln hat, aber aufgrund ihres Dialekts (Franken halt …) nicht mal korrektes Deutsch sprechen/schreiben kann. Da bekommt der Sohn nun laufen 5er in Deutsch in der dritten (!) Klasse, weil ihm zuhause niemand erklären kann, dass es zwischen ich laufe und ich bin gelaufen noch eine Vergangenheitsform gibt, da im fränkischen Dialekt niemand die erste Vergangenheit verwendet!
Ich fands total schockierend, meine Eltern sprechen nun zwar auch Dialekt aber wenigstens können sie noch normales Hochdeutsch.. Man sieht also, dass nicht nur Familien mit Migrationshintergrund mit “schulischen” Problemen zu kämpfen haben. Hier wäre natürlich die Frage angebracht, ob es denn nicht sinnvoller wäre eine Ganztagesschule einzurichten, die ihr Nachmittagsprogramm voll und ganz auf die Intensivierung und Betreuung von Hausaufgaben und schwierigen Fächern konzentriert. Natürlich würde somit der erzieherische Aspekt noch mehr der Schule übertragen werden, aber da (vorallem durch G8 <- bei uns in Bayern neu eingeführt wo anders gibts das glaub ich schon lange) die Häufigsten Streitgründe zwischen Eltern schulischen Hintergrund haben, würde solch eine Hilfestellung vielleicht zu einem friedvollerem familiären Leben beitragen.

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten :)

19.02.08 - 21:14 Uhr
von Masterofsleepon

@Sandmann82:
Kann mich dir eigentlich nur anschließen!
Habe im letzten Jahr in NRW das Abitur abgeschlossen!
Dort wurde auch zum ersten Mal ein Zentralabitur durchgeführt!
Ich hatte das Glück, dass ich auf einer Schule war, wo der Leistungsstandart sehr hoch war bzw. ist, und dementsprechend war das Zentralabitur auch einfach!
Andere Schulen hatten -aufgrund von Lehrkräften, falschen Unterrichtsmethoden - wesentlich mehr mit den gestellten Aufgaben zu kämpfen!

Es ist einfach schwer, ein Zentralabitur zentral zu halten!

Kopfnoten finde ich auch eine super Sache.
Jedoch nur, wenn diese auch fair verteilt werden!
Für die spätere Ausbildung kann es eigentlich nur von Vorteil sein!

Außerdem können Ausbilder anhand der Kopfnoten feststellen, ob ein Schüler, der vielleicht schriftlich nicht so stark ist, den Willen hat zu lernen und seine schlechten Noten nicht durch Faulheit oder Sonstiges verdient hat!

Zu den Rechtschreibfehlern:
Konnte bei dir “Sandmann” nix Dramatisches feststellen, aber wie du schon sagtest, dein Vorredner sollte evtl. mal was an der GROß/klein-Schreibung machen, sowie an der Komma-Gebung!

Bin zwar schon ein Jahr aus der Schule raus, und war auch nie sooo stark in Deutsch, aber das sollte man als Gymnasiast eigentlich beherrschen!

Naja….
Den Satz vom Sandmann übernehm ich trotzdem:
“Und falls ich Fehler drin haben sollte.. Nobody is perfect…zumindest sind es nicht viele ..”

Bis dann
Gruß
Jan

20.02.08 - 12:26 Uhr
von MichasEngel

Hallo,
ich fand die Idee der Umfrage nicht schlecht. Gerade deswegen weil ich im moment selbst die Unterschiede der Schulsysteme merke. Zu meiner Schulzeit sind wir nach der Grundschule noch für 2 Jahre auf die Orientierungsstufe gekommen, um danach festzustellen, für welche Schulbildung man geeignet ist (also Haupt- Real- oder Gymnasium).
Heute ist das an der selben (!) Schule nicht mehr der Fall. Das weiß ich, weil mein Sohn in meine alte Schule geht. Ich denke das die Kinder dadurch heute mit einem höheren Druck in der Grundschule konfrontiert werden.
Zudem sind sie bei uns am Diskutieren ob man eine Ganztagsschule und ob man Schuluniformen einführen soll.

20.02.08 - 12:35 Uhr
von Kaaathi

Also ich bin auch auf dem Gymnasium in der 13…Ich finde das Zentralabitur jetzt auch nicht die optmale Lösung, aber das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach, dass es auf einmal heißt Gesamtschule und Gymnasium seien nun gleich. Das ist jawohl absoluter Schwachsinn. Zum Abitur zählen schließlich nicht nur die Abiturklausurnoten, sondern größtenteils die Noten, die man vorher bekommen hat, in NORMALEN Klausuren, die alle nicht zentral gestellt werden, bzw. halt die mündlichen Noten. Da diese an den Gesamtschulen ja sicherlich nicht mit denen am Gymnasium zu vergleichen sind (wer mir jetzt einen erzählt, dass die Gesamtschule nicht leichter ist, der kann ja mal unsere Schule und eine Gesamtschule besuchen gehen… Oder einfach selbst auf ein Gymnasium gehen, statt auf ne Gesamtschule, ist ja schließlich “genau das gleiche”…). Die von der Gesamtschule bekommen also wohl generell leichter einen besseren Schnitt. Das Argument, dass man am Gymnasium besser vorbereitet wird und eine bessere Abiklausur schreibt, ist zwar richtig, aber was macht schon eine Klausur aus, wenn man vorher (übertrieben gesagt) nur einsen auf dem Zeugnis hat und diese eine schlechte Note auch wieder durch eine interne mündliche Prüfung ausgleichen kann?
Da gäbs meiner Meinung nach nur die Lösung, dass alle Klausuren generell zentral gestellt werden müssen, oder der ganze Humbug wird einfach sein gelassen.

Und zu den Ganztagsschulen…ersmal müsste sich die gesamte Einstellung zur Schule ändern. Was bringt es, wenn man die Kinder den ganzen Tag in die Schule sperrt, wo sie sowieso schon absolut null Lust dazu haben? Da wird die Abneigung gegen die Schule dann noch größer und die Noten bestimmt nicht besser…

Und an diejenigen, die selbst noch keine Kopfnoten bekommen haben, aber der Meinung sind, diese seien “doch gar nicht so schlecht”, will ich mal sagen: Ihr habt keine Ahnung ;)

Also ich meine, bei mir an der Schule ist das eine echte Katastrophe. Manche haben einfach alles einsen, weil die Lehrer wohl keine Lust mehr hatten oder was weiß ich…ich persönlich hatte nen paar zweien, bin aber zur Oberstufenkoordinatorin gegangen und habe gefragt wieso, da wurden daraus sofort einsen… Lächerlich das Ganze, wenn ihr mich fragt. Und einfach ungerecht. Ein Lehrer, der mich maximal 1 1/2 Stunden am Tag sieht kann jawohl meine Hilfsbereitschaft, soziale Kompetenzen und sonst was nicht beurteilen.
Naja..
Lieben Gruß :)

Achja und für de Rechtschreibfehler gilt das Gleiche… Schließlich gehts hier auch nicht darum, sondern ums Schulsystem ;)

20.02.08 - 18:12 Uhr
von sandmann82

@Kaaathi:
Ich hab in der Grundschule Kopfnoten bekommen…zählt das?! ;-)

Nee..prinzipiell gebe ich Dir Recht - uns fällt es leicht zu sagen, dass das ne gute Sache ist. Ich versuch halt nur meine Meinung widerzuspiegeln.

Und dass die 1 1/2 Stunden pro Tag keine fundierte Aussage über die Sozialkompetenz zulassen, seh ich auch ein. Aber diese 1 1/2 Stunden nimmt ja jeder Lehrer anders war - und am Ende ergibt sich daraus eine Note. Und wer in der Schule schon massive Probleme im Umgang mit anderen oder mit seinem Verantwortungsbewusstsein zeigt, wird das am Nachmittag sicher nicht komplett anders machen…ist nur ‘ne bescheidene Meinung meinerseits.

Im Endeffekt denke ich aber, dass diese Kopfnoten-Sache sich wirklich produktiv auch erst mit einer “neuen Generation” Lehrer durchführen lässt - nämlich solche, die den Sinn dieser Aktion verstehen und es dementsprechend ernst nehmen und nicht schon auf ihren Ruhestand hin arbeiten und eh keinen Bock mehr haben…

Grüße :)

20.02.08 - 18:13 Uhr
von sandmann82

und nen Fehler gefunden…argh..denkt Euch im 3. Absatz, Zeile 3 ein h in das “war” ;-)

21.02.08 - 9:33 Uhr
von Caluia

Die Umfrage war wiklich nur sehr oberflächlich.

Bsp. Ganztagsunterricht:
Wenn das bedeutet, von morgens bis abends Unterricht in der bisherigen Form, dann spreche ich mich definitiv dagegen aus.

Wenn der Unterricht aber eher wie in den skandinavischen Ländern abläuft, so dass die Schüler selbst bestimmen können,woran sie arbeiten, würde ich es sehr begrüßen.

Darüber hinaus müsste auch Zeit für Sport, Musik und andere Interessen eingeplant werden, denn meines Erachtens erlangt man soziale Kompetenzen am besten im Umgang mit anderen Menschen in informellen Lernumgebungen und nicht als “Pflichtfach” in der Schule!

21.02.08 - 13:09 Uhr
von BeHappyCompany

Im schulsystem läuft denk ich nict alles super.
Ich finde vorallem dass es jedem schüler ermöglicht werden sollte nachhilfe unterricht nehmen zu können ohne, dass die kinder nicht-gutverdienender Etern in der Hinsicht benachteiligt werden. denn das ist leider nicht immer der fall trotz lerngruppen etc.

21.02.08 - 16:01 Uhr
von MichasEngel

Hallo zusammen,
um das Thema Kopfnoten nochmal aufzugreifen…ich denke in der Grundschule hatte das fast jeder. Bei uns hieß es zum einen ´”Schrift und Form” und “Sozialverhalten”. Gut, ich denke das es die Jüngeren vielleicht noch interessiert, was da drin steht, die Teenager-Generation wohl weniger.

Nicht das ich was gegen Teenies habe, aber ich denke die wollen damit erreichen, das sich die Einstellung dadurch ändert, auch wenn es meiner Meinung nicht viel bringt.
Ein Beispiel:
Ich wohne direkt an einer Schule (Haupt- Real und Gymnasium bis 10 Klasse). Nach der 5. Stunde versammelt sich ein Teil der Schüler in unserer Straße, teilweise vor meiner Auffahrt um zu Rauchen und Bier zu trinken. Wenn ich dann mit meinem Auto vom Kindergarten komme und auf meinen Hof möchte, kann ich erst mal warten, bis sie sich zur Seite bequemen. Ich habe sie vor ein paar Wochen darum gebeten, das wenn sie sich hier versammeln wollen, doch bitte die Straße und die Einfahrten frei lassen sollen. Als Antwort bekam ich dann Sätze wie:”Halts Maul du Schlampe.” oder “Verpiß Dich” und “Laber uns nicht voll, Alte”

Sehr nett, oder? Ich denke, das viele so reagieren, weil sie keinerlei Respekt mehr haben, was eventuell daran liegen kann, das ihnen die Perspektiven fehlen.
Was meint Ihr dazu?

21.02.08 - 23:56 Uhr
von sandmann82

Guten Abend zusammen,

das Problem mit den Perspektiven sehe ich etwas zwiespältig. Ohne jetzt die Standardphrasen abgeben zu wollen [Konjunktur etc] denke ich schon, dass es genug Perspektiven gibt, wenn man sie denn erkennt. Denn wer sich einigermaßen ins Zeug legt - und damit meine ich nicht Strebertum - und vielleicht auch seinen sozialen Umgang berücksichtigt, der hat schon genug Perspektiven.

Das wesentlichere Problem ist meiner Meinung nach, dass die Gesellschaft es einem vormacht, dass es auch so geht. Da ist sicher das deutsche Sozialsystem mit dran schuld - ohne jetzt die Diskussion ausarten zu lassen. Aber wenn ein Jugendlicher sieht, dass man doch auch ohne Job genug Geld kriegen kann - und dass es alle anderen auch so machen, dann ist einfach bequemer sich anzuschließen…

Und dass ihnen der Respekt fehlt sehe ich definitiv genau so. Ich habe Zivildienst in der Kinder- und Jugendarbeit geleistet und meist war der einzige Dank, den die ehrenamtlichen Helfer bekommen haben, ein dezentes >F*** Dich<.

Um den Kreis zu schließen:
Ich denke ein Problem in dieser Geschichte ist sicherlich auch, dass es einige Lehrer gibt, die sich nicht mehr wirklich bemühen, weil sie einfach keinen Dank mehr bekommen. Auf der einen Seite verständlich, auf jeden Fall. Aber auf der anderen Seite auch ein Teufelskreis. Denn ohne Fürsorge durch den Lehrer verarmt alles nur noch mehr…

Nur meine bescheidene Meinung…

22.02.08 - 12:08 Uhr
von Leina

Hmm… die einzige Ungenauigkeit die mir aufgefallen ist: Nicht alle Grundschulen haben nur vier Klassen. Ich wuerde sogar behaupten das ist eine westliche Sitte ;) Ich bin aus Berlin und hier gehen alle Kinder 6 Jahre lang in die Grundschule. So war es immer und so bleibt es auch.
Ich wurde damals in der 4. gefragt, ob ich in der 5. schon auf ein spezielles Gymnasium wolle, aber dass war halt freiwillig.
Dementsprechend muss ich mich meinen Vorrednern anschliessen: Die Umfrage war diesmal ziemlich unpraezise.
Fakt ist aber, dass am deutschen Bildungssystem DRINGEND entwas geaendert werden muss. Und mich beschleicht wirklich das Gefuehl, dass egal ob SPD oder CDU, die meinen alle sie haetten den perfekten Plan, Dabei gehen sie seit mind. 35 Jahren nicht mehr in die Schule und der letzte Besuch ist genauso lange her. Junge Leute wie wir sollten gefragt werden, wenn es um die Verbesserung der Schulen geht, wir wissen doch am besten wo es Probleme und Schwachstellen gibt. Nicht Politiker sollten hier bestimmen, sondern Leute aus der Praxis, also auch Lehrer und andere Paedagogen.

22.02.08 - 13:34 Uhr
von MichasEngel

Hallo,
Leina, deinen vorschlag die Betreffenden zu fragen finde ich nicht schlecht, wozu leben wir denn in einer Demokratie, Aber was würde dabei raus kommen?
sandmann82 hat schon gar nicht so unrecht, wenn er sagt, das wir es den Jugendlichen ja vorleben, das es auch ohne Arbeit geht. Ich kenne einige die sich sagen: Wozu soll ich arbeiten, bekomme doch alles vom Staat. Oder junge Mädchen werden gewollt schwanger, weil der Mann und der Staat ja dann aufkommen muß und sie nicht arbeiten brauchen. Nicht das es alle so machen, aber ich kenne solche Aussagen und Tatsachen aus meinem weiteren Bekanntenkreis.
Ich denke da muß eine Totalerneuerung des Schulsystems her, nur bei unseren bürokratischen Mühlen, wird das noch 30 Jahre dauern bis sich irgendwas ändert

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