Interview: Nils
Leider wollte uns Pita Banton kein Interview geben, deshalb geht es weiter mit Track Nummer sieben der aktuellen trndtunes 2.1: Nils aus Österreich.

Nachdem der Versuch in Bands zu spielen mehrmals gescheitert war, hab ich den Entschluss gefasst ein Soloprojekt zu starten. Ein paar Songs habe ich schon gehabt. Ich musste nur die E-Gitarre gegen eine Akustische ausgetauscht und los gings. Witzigerweise, kritzelte ich als erstes gleich Skizzen für ein Logo auf alle leeren Blätter und Notizbücherseiten die sich mir vor die Nase legten. Als dann dieser Gitarrengeist (oder so) dabei rauskam, passte irgendwie der Name Nils dazu, fand ich. Ich wollte einen prägnanten kurzen Namen, den ich mir quasi umhängen kann, wie eine Superheldenfigur ihr Cape. Ja, schon kurz darauf spielte ich schon mein erstes Konzert als Vor(one-man)band von kpunkt und Mondscheiner und finanzierte mir einen kurzen zweitägigen Studioaufenthalt, um mir meinen Traum von einer eigenen CD-Aufnahme zu erfüllen.
Florian Schober – singt, spielt Gitarre und manchmal auch Klavier
Ich würde sagen ich mache melancholisch- schaurig-schöne Liebeslieder.
Das Besondere ist vielleicht die Reduktion. Ich bin der Meinung, dass viele Songs heutzutage überproduziert werden und dadurch zu überladen wirken. Ein guter Song sollte auch ohne viel Overdub-Schnick-Schnack bestehen und verzaubern können. Ich hoffe das gelingt mir ab und zu.
Immer wieder spiele ich ein paar Konzerte, die auf meiner Homepage nachzulesen sind. Die meisten davon im Umkreis von Wien. Es würde mich aber freuen, wenn sich auch einmal andere Auftrittsmöglichkeiten ergeben würden. Im Studio war ich erst einmal um ein paar Songs von mir einzuspielen. Die Aufnahme zu „Ein Liebesleid“ ist dabei entstanden. Das hat großen Spaß gemacht.
Ich wurde gefragt, ob ich gerne mitmachen würde.
Wie gesagt, ich habe ein paar Songs aufgenommen. Das Ergebnis ist eine Demo-Cd mit dem Namen „mädchenmusik“ geworden.
Heimatland der Band: Österreich
Erscheinungsjahr: 2007
Bandhomepage: Nils
Label/Netlabel: none
Ich glaube für viele, vor allem für noch unbekannte, Musiker spielt sich das ganze im Kopf ab. Man glaubt, wenn man bei einer Plattenfirma ist, hat man es geschafft und kommt groß raus. Dabei kann es sein, dass man kaum was erreicht hat. Ich gehe davon aus, dass es viel wichtiger ist wie sehr sich die Plattenfirma oder das Netlabel mit ihren Künstlern identifiziert und wie sehr sie sich um diese kümmern. Netlabels sind einfach eine neue Möglichkeit und haben viel Potential. Ich glaube jedoch nicht, dass sie die herkömmlichen Plattenfirmen ablösen werden, auch wenn einige von diesen sicherlich umdenken müssen um bestehen zu können.
Trends bestimmen nun mal den Markt. Irgendjemand (meistens Popikonen) wird benutzt um etwas zum Trend zu machen. Dann gibt es eine große Gruppe die dagegen rebelliert und gezielt anders sein will. Je größer diese Gruppe wird, desto mehr avanciert ihr Stil ebenfalls zum Trend. Trends müssen anscheinend sein und führen im Bereich Mode leider oft zu Ab- und Ausgrenzungen. Im Musikbereich führt ein Trend meist zum Overkill. Eine Band, oder deren Stil vermarktet sich gut, nun werden Bands gesucht deren Stil ähnlich ist und ganz schnell Alben produziert um Geld mit ihnen zu machen. Das trägt nur meistens leider nicht zur Qualitätssteigerung der Musik bei, sondern schafft nur austauschbare schablonenartige Poppuppen, die wiederum auf lange Zeit gesehen das Interesse an der gepushten Musikrichtung verblassen lassen werden. Das ist meine Ansicht, ich weiß nicht 100% ob das so stimmt, aber oft kommt es einem genau so vor, wenn man den Fernseher oder das Radio aufdreht.
Wir sollten frei von jeglichen Trends das hören und tragen was und gefällt. Wahrscheinlich tun wir das ohnehin. Die Frage ist nur inwieweit wir in unserer Wahl (unbewusst?) manipuliert werden.
Ich hoffe dass mir weiterhin Songs einfallen, hinter denen ich stehen kann und die mir gefallen. Hoffentlich gibt es dann auch viele Menschen denen meine Lieder ebenfalls etwas geben. Ich wünsche mir, dass ich weiterhin Möglichkeiten finde um auftreten zu können und vielleicht sogar ein Album aufnehmen werde, dass ich dann auch verkaufen kann. Es wäre schön tatsächlich einmal Geld mit dem zu verdienen was ich gerne mache.
Danke für Euer Interesse, das Lesen des Interviews und dem Anhören meines Liedes. Lasst mich Eure Meinungen dazu wissen.
