Wenn der schöne David zu Homer Simpson wird.
Die deutschen Kinder werden immer dicker. Rund 15 Prozent der drei bis 15-Jährigen Kinder und Jugendlichen sind laut neusten Studien bereits übergewichtig. Um diesem Phänomen vorzubeugen, wirbt der Deutsche Olympische Sportbund jetzt mit einer besonders skurillen Kampagne, bei der die berühmte Davids-Statue von Michelangelo ein paar Kilos zu viel auf den Rippen trägt. Schaut selbst….Mit Doppelklick aufs Bild wird Euch die komplette Statue angezeigt.

Was mein ihr hierzu? Bringen solche Bilder Kinder wirklich dazu weniger Donuts zu essen und öfter in die Pedale zu treten? Wie sonst, kann man die Menschen hierzulande zum Umdenken bzw. Sporttreiben bewegen. ![]()

von diskostu
Doppelklick, tsts… seit wann werden Hyperlinks gedoppelklickt?
von Flirty
Also naja… ich glaub nicht wirklich, dass das iiirgendwas bringen wird. Denn zum einen interessieren Kinder sich doch garnicht für so ne (dumme) Statue und zum anderen wird ihnen diese Kampagne nicht auf einmal zeigen, dass sie vllt abnehmen sollten. Desweiteren werden in dem Fall ja auch keine Folgeschäden oder ähnliches erwähnt - womit ich die Kampagne für eigtl recht nutzlos halte.
Denn das sie eigentlich nicht so viel essen sollten, wissen die meisten Übergewichtigen wohl selbst.
Genauso wie Raucher wissen, dass es besser wäre, aufzuhören - tun sie es deshalb? Also in den meisten Fällen ja anscheinend nicht. Und wie man sieht, helfen auch in dem Fall keine Sprüche oder Bilder auf Zigarettenschachteln (wie wohl bald kommen werden)…
von susitrnd
Ist schwierig. Kinder sehen von selber sowieso nocht nicht ob sie zu dick sind. Das geht auch von ganzem Umfeld aus. Vor allem spielt die Ernährung zu Hause ein große Rolle. Meistens leben es die Eltern ja vor. Dicke Eltern, oft auch dicke Kinder. Oder oft hört man die Ausrede “das verwächst sich noch alles” ! Wenn man im Teufelskreis drin ist, ist es schwer rauszukommen. Denn da müssen die Kinder dann alleine durch. Man ist zwar als Erwachsener dabei, aber das Programm müssen die Kids durchleben. Also am besten ist es den Kids von Anfang an den richtigen Weg in Sachen Ernährung zu zeigen.
von stern77
Ich glaube es geschieht genau das Gegenteil,von dem
was vermittelt werden soll.Es vermittelt eher,dick
sein ist in.Schließlich, gab es auch die Rubenszeit
in dieser Zeit ging man genauso offen mit der Dickleibigkeit um,daher glaube ich diese Kampagne
animiert eher dazu mit der eigenen Dickleibigkeit
offener umzugehen.
von 7.dos
Ich befürchte, dass Kinder gar nicht wissen wer David ist, und wie er normal aussieht
Aber vielleicht soll die Kampagne auch die Eltern ansprechen (wobei dann die Verbindung zum Kind fehlt)… Glaube nicht, dass die Kampagne groß was bringt.
Aber mal eine rein generelle Überlegung: Vielleicht ist die zunehmende Fettleibigkeit der Menschen nur eine intuitive Maßnahme der Natur um schon einmal Vorräte für die nächste, mit Sicherheit die nächsten paar Jahrhunderte, kommende Eiszeit vorzubereiten… Wer weiß.
von illuminato
Also das mit der Eiszeit kann wohl nur als Joke gemeint sein. Meiner Ansicht nach hat die zunehmende Fettleibigkeit in unserer Gesellschaft nun wirklich keine Vorteile. Sicher möchte ich niemandem vorschreiben, dass er oder sie anzunehmen hat und umbedingt schlank sein muss. Trotzdem ist es Konsens, dass Fettleibigkeit gesundheitsschädigend ist und in den meisten Fällen auch durch ausgewogene Ernährung und Sport reduzierbar ist. Sollte sich jedoch nichts ändern und die Kinder noch immer dicker werden durch zu ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung, dann wird unser Gesundheitssystem auf kurz oder lang daran kollabieren.
Um auf die Ausgangsfrage zu antworten: Ich glaube, die David-Statue ist ein guter Denkanstoß - allerdings nicht mehr… Die meisten Kinder wollen heutzutage gar nicht mehr draußen spielen, Sport treiben, sich bewegen. Zumeist stehen nur noch Computer und Playstation im Vordergrund - Bewegung ist leider in bei den Kindern von heute zumeist out! (Außer es gibt ‘ne Wii im Kinderzimmer *g*)
von 7.dos
Natürlich is dass nurn Joke
Heutzutage kann man Sport nur noch im Verein machen, so scheint es. Während ich früher noch einfach auf den nächsten Bolzplatz gegangen bin oder einfach auf der Straße gekickt hab, sieht man sowas heutzutage fast gar nicht mehr.
von Djinni
Ich schlie mich 7.dos an: ich fürchte auch, dass die Zielgruppe den David nicht kennt
Abgesehen davon finde ich die Kampagne zwar sehr gelungen und witzig, aber ob sie was bringt, sei mal dahingestellt.
Vielleicht wäre das Geld in Ernährungsunterricht in Grundschulen und Infoabenden für Eltern besser angelegt gewesen.
von 7.dos
Da fällt mir zu ein:
http://www.smartlimits.de/blog_podcast/files/page14_blog_entry47_1.jpg
von Schlafmurmel
ich schätze keins der Kinder wird wissen wer die Statue is und somit wird diese Statue auch die Kids niocht davon abhalten sich über ihr gewicht Gedanken zu machen, ich würde hierzu mit Obst und Gemüse den KIds das schmackhaft zu machen
von illuminato
Ich glaube man muss, um die Aussage des Kunstwerks zu verstehen, gar nicht umbedingt erkennen, dass es sich um eine Verfälschung von Michelangelos David handelt.
Trotzdem finde ich es erschreckend wie wenige Leute überhaupt die David-Statue kennen… Habe es heute selbst einmal getestet mittels einer kleinen Umfrage.
von 7.dos
Und was kam raus?
von illuminato
Das leider kaum wer David erkennt… bzw. nicht mal die David-Satue im Original kennt.. Höchstens die Venus von Milo. Traurig.
von Homburgerin
Falls die Zielgruppe die Statue kennt, wirkt das schon abschreckend. Aber wie die Vorredner bezweifle ich das.
Aber die Idee an sich ist gut!
Vielleicht sollte sich der Deutsche Sportbund eine bekanntere Figur aussuchen?
von Chrissy17
Ich steh zwar nicht auf dicke Menschen, doch irgendwie sieht diese Statue sogar mit dickem Bauch nett aus
Die Haut ist so glatt und straff, da glaube ich kaum, dass das wirklich abschreckend wirkt. Und schon gar nicht auf unsere Jugendlichen und Kinder, die eh noch nicht auf Schönheit und Eitelkeit aus sind.
Der Weg, Kinder nicht dickwerden zu lassen muss anders geebnet werden.
Packt eure kleinen Kinder und geht vom ersten Tag an mit ihnen schwimmen, geht mit ihnen ab dem Tag, wo sie wirklich gut laufen können zu einem Mutter-Kind-Turnen und lasst sie draussen laufen und auf Spielplätzen spielen.
Findet ein gesundes Verhältnis zu TV, Gameboy, Playstation, Computer und sonstigen “verschrieenen” Medien.
Sie müssen sein für die Allgemeinbildung und weil die Kinder sonst zu Außenseitern werden, wenn sie die Medien gar nicht kennen aber bitte nicht den ganzen Tag eins nach dem anderen gestatten.
Ein bißchen auf gesunde Ernährung achten, dass heißt nicht nur Dosenfutter und Tiefkühlware kaufen (ausgenommen FROSTA-Produkte, denn die enthalten keine Farb- und Konservierungsstoffe - was ich gerade hier bei TRND als Frosta-Tester erfahren habe) und schon durfte es mit dem Gewicht keine Probleme geben.
Der Deutsche Sportbund tut in meinen Augen schon ziemlich viel aber die Menschen interessieren sich anscheinend nicht dafür. Für manche ist es allerdings auch nicht erschwinglich, denn alles kostet leider auch Geld.
Früher waren ich und meine Geschwister für einen bezahlbaren Betrag in einem Turnverein. Dieser konnte eine Halle, einen Sportplatz und ein Lehrschwimmbecken bieten. Alles für einen Preis inklusive.
Heute ist es so, dass das Lehrschwimmbecken geschlossen werden musste, weil die kleine Gemeinde kein Geld mehr hat.
Das bedeutet, dass die Familien einen Beitrag im Turnverein bezaheln müssen und zusätzlich den Beitrag für ein Schwimmbad. Dazu kommt, dass man zu fast allen Sproteinrichtungen mittlerweile mit dem Auto fahren muss, weil kaum noch etwas auf dem Land im eigenen Ort vorhanden ist.
Es ist zu überlegen, ob nicht all diese Hürden dazu führen, dass Kinder nicht mehr zum Sport “verführt” werden.
Vielleicht ist dies ein Ansatz für den Sportbund, mit den Gemeinden, Städten, Ländern usw. ein neues Konzept zu entwerfen, damit mehr Kinder die Möglichkeit haben, Sport zu treiben.
Aber die Statue wird ihr Ziel niemals erreichen….einfach viel zu konservativ.
von 7.dos
Es musste nichtmal der Turnverein sein. Es ging einfach nur darum, dass man sich früher auch so mit Freunden zun kickern oder zu irgendwas, wobei man sich bewegen muss getroffen hat…
Aber im Grunde kann ich dir nur voll und ganz zustimmen…
von illuminato
Wie schon Wrangler im Jahre 2005 mit einer Kampagne gefordert hat: Rettet die Bolzplätze!
von 7.dos
Und Krombacher kurz vor der WM. Hat aber irgendwie alles nix gebracht…