Neues Vermarktungskonzept für Bands.
Die britische Band Radiohead setzt auf User generated Prizing.
Das neue Album “In Rainbow” wird ab dem 10. Oktober zunächst nur als Download auf der Website von Radiohead erscheinen und zum Download angeboten. Klingt zunächst nicht außergewöhnlich, doch das Besondere: Radiohead lassen ihre Fans die eigenen Preise machen.

Jeder kann vor dem Download der zehn Tracks nämlich selbst entscheiden, wie viel ihm die Musik wert ist.
Die Platte kann man ab sofort schon vorbestellen.
Dazu muss man einfach den Betrag angeben, den man für den Download zahlen möchte. Dieser wird nach Angabe der Bankdaten von dem Kreditkartenkonto abgebucht. Und für alle diejenigen, die besonders knauserig sind und 0,- Euro angeben, entfällt immerhin eine Kreditkartengebühr.
Ein neues Vermarktungskonzept mit Zukunft?
Radiohead vertraut dabei voll und ganz auf die Ehrlichkeit ihrer Fans - ob das Konzept auch aufgeht, werden wir schon bald sehen.
Wie findet ihr diese neue Art der Vermarktung?

von Bibi25x
Keine schlechte Idee, aber lohnen wird es sich wohl nicht, wenn jeder den Preis selber bestimmen kann….
von TzanhZsu
@BiBi25x: Quatsch. In Amiland gibt es mehrere Restaurants die ihren kunden frei lassen was sie zahlen. Beim verlassen des Restaurants wird einfach der Betrag in ein Behältnis gelegt. Laut Aussage der Besitzer ist es so das sie im Schnitt mehr bekommen als sie für ein “konkurenzfähiges” Restaurant als Preis hätten veranschlagen dürfen. Wenn die Leute sehen das sie die Macht haben den Preis zu geben den sie für gut befinden gucken sie nicht danach das sie billig etwas bekommen, sondern das der Preis angemessen erscheint. Was meist über dem Marktwert liegt.
Ist also schon ein Konzept das funktioniert. Obwohl bei der Musik die Musikindustrie im Voraus schon viel kaputt gemacht hat. Es war doch eine lange Zeit chic MP3’s zu horten weil es ja die böse Musikindustrie schädigt. Aber wenn eine Band wie Radiohead so was macht könnte das Konzept aufgehen. Die sind halt kein “Deutschland sucht den Superabzocker” sondern eine ernstzunehmenden Größe in der Musikindustrie. Mit vielen Fans. Und wenn das erst mal funktioniert können Andere Bands die glauben das ihre Musik sich auch ohne Werbung durch die Medien verkauft auch auf den Zug aufspringen.
TzZ
von mehlratte
Da kommt es wahrscheinlich jetzt mehr darauf an, wie die kostenlosen und illegalen Downloads im Vergleich stehen.
Auch wenn wahre Fans diese Möglichkeit wahrscheinlich sofort aufgreifen würden, gibt es ja immer noch “die Anderen”.
Mit den Restaurants kann man das wohl weniger vergleichen, denn das Essen da kann man unmöglich durch irgendwelche Schlupflöcher bekommen.
von Djinni
“…User Generated Pricing…” muss es wohl heißen, zu gewinnen gibts ja nix, höchstens was zu schnorren.
Und noch was habe ich nicht verstanden: Fällt nun eine Kreditkartengebühr für Zahlungsunwillige an oder entfällt sie?
Ich weiß nicht, ob es funktioniert, vorstellen könnte ich mir das aber…ich würde jedenfalls was dafür zahlen
von Flirty
Finde ich super… denn so erreicht die Musik auch leute, die sie normal nicht “kaufen” würden. Klar laden sich viele dann die Musik einfach illegal runter, aber einige werden sowas sicher auch nicht machen und gerade diese können das Album dan günstig oder kostenfrei anhören. Vielleicht entwickelt sich daraus eine Vorliebe für die Band was zu späteren CD-Käufen führen könnte =)
Mal sehen wie’s für Radiohead läuft
von nettertyp
Ich denke es wird fuktionieren. Wenn ich eine Band hätte die schon bekannt ist, würde ich es genau so machen.
Man könnte dies doch auch als Aktion für ein paar Tage schalten.
Was soll denn da bei schönem Wetter im Zielgruppengebiet schief laufen?
von mooo
ich denke nich dass sich das am ende lohnen würde..
die leute werden alle nichts zahlen wollen..
von Florian89
Eine gute Idee für eine faire und ehrliche Welt…
von riker
Es is auf jeden Fall ein großer Schritt auf die Fans! Viele Leute, die die Musik zu schätzen wissen würden doch auch die Platte zu normalen Preisen kaufen.
Diese Art von Verkauf zieht auf jeden Fall reihenweise Pfennigfuchser aus ihren Löchern, die auf jeden Cent bzw. Penny achten und möglichst günstig kaufen.
Durch solche Personen kann die Musikindustrie ganz schön an Geld verlieren.
Meiner Meinung wird sich diese Art von Verkauf nicht bewähren. Wenigstens die Fixkosten müssten gedeckt sein um nicht total in den roten Zahlen zu enden.
von Chrissy17
Sofern man die Musik vorher auch mal irgendwo anhören kann, so dass man nicht “blind” einkaufen muss, finde ich die Idee grundsätzlich sehr Käuferfreundlich.
Doch ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass jemand freiwillig höhere Summen bereit ist, dort zu zahlen. Jeder wird versuchen, sich die Musik so günstig wie möglich herunterzuladen.
Das bedeutet auf Dauer, dass das Konzept nicht aufgeht und die Musikindustrie wieder einmal einen Schlag ins Gesicht bekommt.
von DuxMortiS
Vielleicht wird die Gewinnmarge kleiner sein als bei herkömmlichen Verkäufen, jedoch wird bei Radiohead der Umsatz an Downloads höher ausfallen als sonst.
So dass Sie im nachhinein warscheinlich gleichviel verdienen als sonst.
Allerdings wird Radiohead viele neue Fans gewinnen, bis vor kurzem kannte ich die Band noch nicht. Und in den letzten 3Tagen haben 10Blogs in meinem Feed über die Aktion berichtet -> Ich will Radiohead hören!
Das Konzept könnte also aufgehen, wenn Sie auf langersicht wieder “normal” Verkaufen.
von RipperRoo
ist doch super
so kriegen sie evtl noch n paar euro von leuten die es evtl illegal runtergeladen hätten und von denen radiohead dann gar nichts gehabt hätte
und die andern fans die es sich wahrscheinlich eh orginal gekauft hätten, dürften noch gönner genug sein um nen normalen preis zu zahlen