Free Beer für alle!

Das Projekt FREE BEER zeigt, wie spannend Open Source Marketing sein kann. FREE BEER wurde in Kopenhagen von einer Gruppe Studenten und der Künstlerkollektiv Superflex ins Leben gerufen und wendet die Mechniken von Free Software und Open Source Software auf unser gutes, altes Bier an.

freebeer.gif

Das Bier-Rezept und die Marke wurden dabei als Creative Commons Lizenz veröffentlicht (Attribution-ShareAlike 2.5), jeder kann also loslegen, FREE BEER brauen, in FREE BEER Flaschen abfüllen und mit dem Verkauf Geld verdienen. Marke und Rezept gehören der Allgemeinheit. Ebenso ist es möglich, Derivate des Originalrezepts herauszubringen (z.B. eine alkoholfreie Version) … einzige Bedingung ist dabei, dass das veränderte Rezept und die Weiterentwicklungen an der Marke wieder unter der gleichen CC Lizenz veröffentlicht werden und das Know-How zurück an die Gemeinschaft fließt.

Ich denke, dieses Beispiel zeigt, wie viel Potenzial Open Source auch für die analoge Bio-Welt bietet. Jede kleine Brauerei kann sofort mitmachen, FREE BEER brauen und mit dieser (vielleicht bald international bekannten) Marke Geld verdienen. Hat hier jemand Kontakte zu einer Brauerei? Wäre spannend, dazu ein Projekt anzuleiern. Wir wären auf alle Fälle für das Marketing dabei!

Kleine Notiz am Rande: Richard Stallman, der Begründer der Free Software Bewegung pflegte auf die Frage, wie man denn mit Free Software Geld verdienen könne, zu antworten:

Man muss sich das “Frei” in “Freie Software” vorstellen wie in “Freie Meinungsäußerung” und nicht wie in “Frei-Bier”.

Das hat sich jetzt wohl etwas relativiert ;-)

[via The Social Customer Manifesto und Lawrence Lessig in Wired]

Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

15.09.06 - 0:24 Uhr
von Flirty

Seeehr cool, wobei ich der Meinung bin, dass man übers Internet etc. sicher auch so 1000de Bierrezepte findet. Trotzdem ist die Richtung ansich echt cool… hoffe auf ein Projekt mit trnd ;)

15.09.06 - 0:36 Uhr
von .rob

naja, Rezepte vielleicht. Aber wenn die Marke hier erstmal bekannt ist, kann jeder mit einer bekannten Marke arbeiten und sich dafür engagieren. Siehe z.B. Linux. Mittlerweile verdient sogar IBM mit Linux Projekten. Wieso also nicht in Zukunft mit einem FREE BEER Projekt Geld verdienen? :D

15.09.06 - 0:39 Uhr
von Flirty

Gut, das stimmt wohl. Zu so später Stunde leuchtet mir sowas nichtmehr ganz so schnell ein, danke für die Nachhilfe ;)
Ich werd mir nu mal bei Ebay ne Bier-Brau-Anlage suchen und ersteigern, dann brau ich euch auch ein paar Test-Bierchen ;)

15.09.06 - 7:56 Uhr
Trackback von ConnectedMarketing.de

Free Beer: noch mehr Open Source als Blowfly…

Ich dachte ja, die Blowfly-Geschichte sei schon sehr Open Source, was Bier betrifft. Wir erinnern uns: Blowfly hat dadurch viel Erfolg bei einer großen Kunden-Community erzielt, dass sie alle wichtigen Fragen zu ihrem Produkt und ihrer Marke mittels O…

15.09.06 - 10:10 Uhr
von 7.dos

Es bleibt nur die Frage, ob das Bier, das nach dieser Rezeptur hergestellt wird auch sonderlich gut schmeckt, aber vielleicht gibt es dann bald durch einen internetphilen Bierbrauer eine verbesserte Version.
Allerdings stellt sich in meinen Augen nur das Problem, dass es beim Bierbrauen nicht nur auf das Rezept ankommt, sondern eben auch auf den Bierbrauer - das nach gleichem Rezept hergestellte Bier kann, von unterschiedlichen Brauereien produziert, immernoch grundverschieden schmecken… Dann würde aber wahrscheinlich die Biervielfalt wieder um ein xfaches steigen, wenn jede Brauerei ihr eigenes Bier mit ihrem Namen versieht um zumindest mal die unterschiedlichen Herkunftsbrauereien unterscheiden zu können und dann zusätzlich noch sämtliche Spektren des Biers abdecken will (pils, export, alkoholfrei, weizen, hefe, dunklers hefe, radler, cola-weizen, alko-pop-bier-mutanten, usw)…
Ich hab zwar ne gute Verbindung zur Wichtelbrauerei, allerdings nur als reiner Kunde :D, kann es bei Gelegenheit ya mal vorschlagen.

15.09.06 - 13:36 Uhr
von barbarag

Naja, als Münchnerin kann ich nur sagen: das wird sich kaum durchsetzen in Bayern! Warum sollte auch jemand, der für wenig Geld ein gutes Augustiner Helles (in dem über 200 Jahre Brauerfahrung steckt) kaufen kann, tatsächlich irgendjemanden so ein selbstgepanschtes Zeugs abkaufen, von dem man nicht weiß, wie es schmeckt und das zu allem Übel auch noch aus Dänemark kommt?? EIn Bayer zumindest tut so etwas schon aus Prinzip nicht.
Mal ganz abgesehen davon, dass es bestimmt viel teurer ist, weil man als kleine Eigenbrauerei nicht viel Spielraum hat.
Ich glaube ja gerne, dass so etwas ein Renner in nordischen Staaten ist, wo Alkohol ein Vermögen kostet- da mag das eine günstige Alternative sein.
Oder in den USA, wo gekauftes Bier widerwärtig schmeckt.
Aber hier in Deutschland? Ich glaube kaum, dass sich dafür die breite Masse interessiert.

15.09.06 - 16:18 Uhr
von 7.dos

Siehe das “original 5,0er Bier” hier bei TRND. Toller Werbegag, aber schmeckt trotzdem nicht.

15.09.06 - 17:37 Uhr
von .rob

@barbarag: Gegenfrage: wieso sollte jemand einen selbstgepantschten Linux-Server verwenden, wenn er auch die ausgereifte Software eines US-Amerikanischen Unternehmens kaufen kann? ;D

16.09.06 - 14:29 Uhr
von Cornerking H. 1st

das is ja ma ne super sache…:-)

10.06.07 - 19:31 Uhr
Trackback von trndblog » Blog Archive » Open Source Cola.

[...] einiger Zeit hatte ich schon mal über das Projekt Free Beer berichtet - ein Open Source Bier-Konzept (Marke, Rezept, etc), mit dem es Brauereien und [...]

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