Archive for Oktober, 2005
Ja is denn jetzt scho Weihnachten?
Ich hab mich ja daran gewöhnt, dass es ab Ende August Lebkuchen zu kaufen gibt. Und ich weiß mittlerweile auch, dass heute Halloween sein soll (ein amerikanischer Brauch, so ähnlich wie McDonalds). Und was seh ich da gerade im Supermarkt meines Vertrauens? Eine ganze Armee Nikoläuse ist ebenfalls bereits im Anmarsch. Hilfe!

book = cool.
Simsen geht mainstream. Wenn man in ein englischsprachiges Handy mit eingeschalteter Eingabehilfe das Wort cool eingibt, kommt dabei book heraus. Merken: beim nächsten London-Trip in booke Läden gehen. Und wie sagt man dann cooles Buch?
trnd Markenhitparade 2005.
Ihr habt vorgeschlagen und abgestimmt: jetzt ist das Ergebnis der trnd Markenhitparade 2005 da. Sehr interessante Ergebnisse! Vielen Dank für´s mitmachen. Und in der trnd-Zentrale freuen wir uns über einen ehrfürchtigen zweiten Platz zwischen Google und Apple
Das komplette Ranking gibts drüben im trnd-o-meter. Und wir sind diesmal ganz besonders gespannt auf Eure Meinung.
Anders Sein. Bullshit USP.
Wir wollen immer anders sein als die anderen. Denn nur so machen wir uns interessant, man denke an, ahem, die Balz. Mich! Mich! Ich bin anders!
Bei Produkten ist es nicht anders. Man redet von Alleinstellungsmerkmalen, wenn man anglophil ist von Unique Selling Proposition oder USP. Ein einziger Punkt, der mein Produkt einzigartig und besser als alle anderen macht.

Dabei unterscheidet man zwischen echten Alleinstellungsmerkmalen (real USP), und solchen, die nichts anderes sind als Marketinggetriebenes-Sand-in-die-Augen-streuen, auch Bullshit USP genannt. Siehe Bild.
Ja, wenn das Produkt ziemlich austauschbar ist sucht man manchmal verzweifelt einen Weg, sich durch Fakten zu unterscheiden. Die einen sind toasted, die anderen sind sun ripened tobacco. Ich möchte den Prozess gar nicht wissen der notwendig war, um auf diesen Claim zu kommen. Ich stelle mir die Horden von Rauchern vor, die bis jetzt auf genau dieses gewartet haben! Der Tabak der anderen ist nicht sun ripened. Pfui!
Durchschaut. Genau so wie mein “hier drin steckt ein ziemlich reifer Typ” T-Shirt. Ich muss mir einen neuen USP suchen…
Kennt ihr auch Bullshit USP?
Gedanken am Sonntag.
Ich muss gestehen, ich habe lange überlegt was ich zu diesem Bild schreiben könnte.

Es hängt an einer Bürotür. Ein Hilfeschrei?
Phising. Wie blöd kann man sein?
Heute schreibt mir eine Dame mit dem lustigen Namen Anne Armenakisbif. Sie gibt vor, von der Deutschen Bank zu sein:
Sehr geehrter Kunde,
Die wichtigste Richtung der Entwicklung vom Online-Service der Deutsche Bank ist Gewaehrleistung der
Sicherheit unserer Kunden [...]
Um Ihren E-Mail-Adresse wir zu prufen – Wir bitten Sie, das spezielle Formular auszufullen [ein Link] Wir hoffen auf Ihr Verstaendnis,weil unser Endziel die Sicherheit unserer Kunden ist.
Aha! Ja logisch lasse ich meinen E-Mail-Adresse prufen. Ich bin zwar kein Kunde der Deutsche Bank, aber will ja nicht Schuld sein, dass Frau Armenakisbif ihr Endziel nicht erreicht. Also klicke ich auf den Link. Und was erwartet mich da? Richtig: Nicht mal der Link funktioniert.
Liebe Phising-Spam-Deppen: so wird das nix. Wenn Ihr schon keinen deutschen Satz zusammenbringt, dann könnte wenigstens der Link im eMail stimmen. Ich meine: wie blöd muss man sein, um auf solche oder ähnliche eMails hereinzufallen?
Kontinuität.
Beim Lesen von .robs Bömmeldingerpost ist mir noch eines eingefallen: Warum ändern manche Handyhersteller bei jedem Generationenwechsel die Form des Ladesteckers?

Ich meine, es gibt nichts ätzenderes als wenn man sich das neueste Gerät eines Herstellers holt um festzustellen, dass das alte Ladegerät in den Bömmeldingerfriedhof wandern kann. Ersatzadegerät? Denkste.
Umgekehrt: Meinen neuen Nokia (s. Bild) kann ich mit einem fünf Jahre alten Gerät (7110) aufladen. Ist doch klasse, oder? Klar ein Argument um bei einer Marke zu bleiben.
Rakeman Lässt die Hosen(taschen) Runter. Ihr auch?
Manche reden über ihren Tascheninhalt, andere zeigen ihn her
Hier ist sie also, Rakeman’s Tasche in all ihrer Pracht.

Habe ich bei Flickr unter der exzellenten Kategorie “whatsinyourbag” abgelegt. Dort sind auch “notes” hinzugefügt, einfach mit der Maus über das Bild fahren und Objektbeschreibungen lesen.
Für Marketiers, Profiler, Voyeure oder Neugierige ist whatsinyourbag eine Goldgrube um die Leute von Heute ein wenig besser zu verstehen. Ich schaue immer gerne dort vorbei, besonders spannend finde ich die Unterschiede von Kontinent zu Kontinent.
Ach, und so viele Ladeapparate habe ich nicht dabei. Ich versuche, sie immer dooppelt vorrätig zu haben, Büro und zu hause. Wenn’s mal auf Reisen geht nehme ich sie in der grossen Tasche mit.
Was habt Ihr in Eurer Tasche? Zeigt es uns! Einfach ein Foto machen, bei der Fotocommunity Eures Vertrauens (z.B. auf flickr) hochladen und in den Kommentaren unten verlinken!
Kleine Bömmeldinger.
Wie schon einige gemerkt haben, bin ich kein Freund von kabellosem Wireless-Zeug. Wozu um alles in der Welt braucht man eine kabellose Maus oder Tastatur? Will ich mal kurz in die Küche gehen, aber trotzdem weiter Photoschoppen? Oder wie? Alles Pseudo. Bringt nix, strahlt, und braucht dazu auch noch teure Batterien.
Nun zum eigentlichen Thema: Wieso entwickeln die Hersteller reihenweise von diesem wireless Pseudo-Fortschritt, wenn es an anderer Stelle kräftig zu erfinden gäbe? Ich meine diese kleinen Bömmeldinger:

In meiner Tasche befinden sich also: ein Netzteil fürs Handy, ein Netzteil für den iPod, ein Netzteil und eine Ladestation für die Digicam, ein Netzteil für mein Laptop, diverse Kaltgerätekabel von der Steckdose zu den Netzteilen und ein paar Netzteile, bei denen ich vergessen habe, wozu sie gehören. Zuhause gibts außerdem eine Kiste mit alten Bömmeldingern. Keine Ahnung, bei welchen Geräten die dabei waren.
Kann man da nix dagegen erfinden? Ein umschaltbares Dingens, das zu allem passt? Klein und leicht? Ist das etwa keine Marktlücke? Und – um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: es bringt nix, wenn ich meine Digicam-Bilder wireless zum Laptop funken kann, aber trotzdem einen 1-kg-schweren Netzteil-Klotz mitschleppen muss.
Wie viele Bömmeldinger habt Ihr?
BTW: Da fällt mir ein, dass Godfather Doug Adams schon vor fast 10 Jahren über dieses Phänomen geschrieben hat. Bei ihm hiessen sie allerdings Bammeldinger.
Ironie: Handyautomatenhandys.
Seit vor-New-Economy-Zeiten macht man sich daran alternative, Internet- oder Handybasierte Zahlsysteme zu entwickeln. Ob Beenz, Webmiles, Paybox oder T-Pay, alle haben eines gemeinsam: nicht durchzusetzen. Was insbesondere die Handybasierten Zahlsysteme gemeinsam haben: Der proof of concept, also der Prototyp läuft fast ausnahmslos auf einem Automaten. Coladose? Schnell ein SMS geschickt. Dummerweise funktionieren dieses Systeme sonst nirgends (schon mal im IKEA ein Funksignal gehabt?). Aber darum geht es hier nicht.

Mit dieser kleinen Vorgeschichte im Hinterkopf finde ich dieses hier besonders ironisch: Vodafone will in Grossbritannien Handyverkaufsautomaten aufstellen. Handys im Automaten. Ob man mit Handy bezahlen kann, darf bezweifelt werden
[via textually]

